20 Jahre Haus Schnorrenberg in Hückelhoven

30. November 2015

Anlass für die Betreiberin, die Katharina Kasper ViaNobis GmbH, zum Thema „Inklusion von Menschen mit Behinderung“ mit Fachleuten zu diskutieren.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Haus Schnorrenberg in Hückelhoven diskutierten Vertreter der Katharina Kasper ViaNobis GmbH mit Bewohnern von Haus Schnorrenberg, ehrenamtlichen Mitarbeitern und Fachleuten aus der Eingliederungshilfe zum Thema „Inklusion gestern – heute – morgen“.

Mit der Gründung von Haus Schnorrenberg legte vor 20 Jahren die Pfarrgemeinde St. Lambertus den Grundstein für die Integration von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft – damals ein einzigartiges Projekt im Rheinland. In 27 Einzelappartements wird bis zum heutigen Tag Menschen mit Behinderung ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben und Wohnen in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Mitten in Hückelhoven, in unmittelbarer Nähe zur Pfarrgemeinde und zum Stadtzentrum, erfahren 36 Bewohner im Alter zwischen 21 und 63 Jahren was es heißt „dazu zu gehören“.

Unterstützung erhalten sie dabei von einem multiprofessionellen Mitarbeiterteam der Eingliederungshilfe der ViaNobis. Ziel der Arbeit ist nicht allein die Integration von Haus Schnorrenberg in die Pfarrgemeinde und den Ort Hückelhoven, es geht vielmehr darum, die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung von den hier lebenden Menschen zu unterstützen bzw. zu fördern. „Für unsere Klienten ist es wichtig teilhaben zu können, an Gestaltung und Verantwortung in der Gemeinschaft. Dies kann nur gelingen, wenn der Umgang zwischen Behinderten und Nichtbehinderten in der Gesellschaft ‚normal‘ ist. Normalisierung bedeutet hierbei, dass Menschen mit Behinderung die gleichen Möglichkeiten zur Lebensgestaltung und Entfaltung haben müssen wie Nichtbehinderte“, erläutert Arnold Schweden, Leitung ViaNobis – Die Eingliederungshilfe. „Das bedeutet, Betroffenen müssen einen Zugang zum ‚normalen Leben‘, ‚normalen Wohnen‘ und der Teilhabe an normalen Freizeitaktivitäten haben. Auch die Teilhabe am Arbeitsleben in einem normalen Beschäftigungsverhältnis versuchen wir unseren Klienten zu ermöglichen. Der Grundsatz lautet bei allem was wir tun: So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig.“ Unter der Voraussetzung der notwendigen Hilfestellungen, die die Bewohner von Haus Schnorrenberg erfahren, bedeutet dies letztendlich nichts anderes als die Verwirklichung des Gleichstellungsprinzips, welches heute durch die UN-Konventionen mit dem Wort ‚Inklusion‘ ausgedrückt wird und wie es das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland fordert.

In einer Talkrunde kamen die Experten zum Thema Integration zu Wort. Bewohner und ehrenamtliche Mitarbeiter diskutierten gemeinsam mit Fachleuten zu Fragen nach Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Partizipation und Normalisierung – damals und heute. Alle Beteiligten konnten zum Ende der Runde bestätigen, dass die Grundhaltung – Integration von Menschen mit Behinderung – konkret am Beispiel von Haus Schnorrenberg die Basis für die geforderte Inklusion bildet.

 

Foto: In einer Talkrunde diskutierten Experten, Bewohner und ehrenamtliche Mitarbeiter gemeinsam mit Fachleuten zum Thema Inklusion.


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