Aktion Saubere Hände im Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling

23. September 2015

Wesseling. 1. Internationaler Tag Patientensicherheit

Im Rahmen des 1. Internationalen Tages Patientensicherheit fand im Dreifaltigkeits-Krankenhaus die Aktion Saubere Hände statt. An einem Stand im Eingangsbereich konnten die Besucher sich unter Anleitung der Hygienefachkraft, Doris Ruland, die Hände desinfizieren und in einem speziellen Schaukasten kontrollieren, ob sie auch wirklich jede Stelle ihrer Hände desinfiziert haben. Dies bildete den Abschluss der Wanderausstellung Keine Keime initiiert durch die Krankenhausgesellschaft NRW. In den vergangenen zwei Wochen konnten Besucher sich hier über Multiresistente Erreger informieren. Eine gründliche Händedesinfektion ist beim Schutz des Patienten vor ansteckenden Krankheiten besonders wichtig. Diese endet nicht bei den Mitarbeitern sondern sollte auch von Patienten und Besuchern vorgenommen werden. Aus diesem Grund hängen überall im Haus und den Patientenzimmern Desinfektionsmittelspender und eine Anleitung zur richtigen Händedesinfektion. Alle Mitarbeiter im Dreifaltigkeits-Krankenhaus erhalten zur nachhaltigen Sensibilisierung spezielle Schulungen.

Als eine der ersten Krankenhäuser in Deutschland hat das Dreifaltigkeits-Krankenhaus bereits 2013 ein Hygienesiegel, der Firma Hysyst, eingeführt. Das gesamte Patientenzimmer vom Lichtschalter bis zur Toilette wird mit Hygienesiegeln versehen. So erhält der Patient die Gewissheit, dass auch das Reinigungspersonal höchste Qualität in der Hygiene bietet. Die Funktionsweise ist so einfach wie intelligent. Die Siegel im Nasszellenbereich lösen sich bei Kontakt mit Wasser auf und werden nach der täglichen Reinigung erneuert, die Toiletten werden mit speziellen Klebesiegeln verschlossen und lassen sich nur durch Aufreißen entfernen.

Die hohe Hygienequalität wurde durch das Zertifikat des mre-netzes regio rhein-ahr bestätigt.

Ziel des 1. Internationalen Tages Patientensicherheit war es auf die umfassenden Maßnahmen der Krankenhäuser aufmerksam zu machen. Im Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling bildet die Patientenidentifikation, neben den Hygienemaßnahmen, einen weiteren wichtigen Baustein der Patientensicherheit. Die Frage „Wie ist Ihr Name?“ wird den Patientinnen und Patienten während eines Aufenthalts gleich mehrfach gestellt. Dies ist Teil des umfassenden Maßnahmenkonzepts zur Patientensicherheit. Die Patienten erhalten zudem ein Armband, auf dem Vor-, Nachname und Geburtsdatum vermerkt sind. Durch das Patientenarmband und die Namenskontrolle vor Untersuchungen oder Operationen kann eine von manchen gefürchtete Verwechselung ausgeschlossen werden. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wird vor einer Operation die Seitenmarkierung vorgenommen. Das heißt die zu operierende Seite wird mit einem Stift gekennzeichnet. Vor Beginn der Operation erfolgt ein Team-Time-Out. Hier wird unmittelbar im Operationssaal nochmals Name, Geburtsdatum und die anstehende Operation im Team kontrolliert.

Das Konzept der Patientensicherheit beinhaltet auch das Risiko- und Beschwerdemanagement. Um potentielle Fehlerquellen frühzeitig festzustellen und Fehler zu vermeiden, nehmen die Mitarbeiter abteilungs- und berufsgruppenübergreifend am so genannten CIRS teil. CIRS (zu deutsch Berichtssystem über kritische Vorkommnisse) werden kritische Situationen und Beinahe-Fehler vermerkt. In regelmäßigen Sitzungen werden diese Meldungen besprochen und Verbesserungen erarbeitet.

Zum Bild: Alexandra Krause, Kaufmännische Direktorin; Prof. Dr. med. Christoph A. Jacobi, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Chirurgischen Zentrum, Doris Ruland, Hygienefachkraft und Janina Kiermas, Pflegedirektorin



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