Chefarztwechsel nach 10 Jahren

02. Februar 2015

Dr. Michael Plum wird neuer Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses der ViaNobis. Simeon Matentzoglu bleibt dem Unternehmen als leitender Arzt für die wahlärztliche Versorgung erhalten.

Gangelt. Nach – fast auf den Tag genau – einem Jahrzehnt Amtszeit übergibt Simeon Matentzoglu zum 1. Januar 2015 sein Amt als Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Gangelter Krankenhaus Maria Hilf der Katharina Kasper ViaNobis GmbH an Dr. Michael Plum.


Simeon Matentzoglu

Simeon Matentzoglu war am 1. November 2004 die Nachfolge des damaligen Chefarztes Dr. Martin Stoltenburg angetreten. Zu diesem Zeitpunkt war der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie seit fünf Jahren Mitarbeiter der Gangelter Einrichtungen. Zuvor hatte er in Erkelenz die gerontopsychiatrische Tagesklinik für Menschen in der zweiten Lebenshälfte und in Gangelt die Psychiatrische Institutsambulanz mitaufgebaut und geleitet. Vor seiner Tätigkeit in unserem Unternehmen hatte der heute 53-Jährige die Leitung des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Kreis Heinsberg inne.
„Es war nach reiflicher Überlegung mein eigener Entschluss, das momentane Aufgaben- und Verantwortungsspektrum aufzuteilen“, erklärt Matentzoglu. Der gebürtige Aachener mit griechischer Abstammung wird sich künftig in seiner Funktion als leitender Arzt für die wahlärztliche Versorgung noch intensiver um seine Patienten kümmern, was wegen des zunehmenden Patientenzulaufs in den vergangenen Jahren an Grenzen gestoßen war.
„Ich freue mich nun darauf, mich überwiegend der ärztlichen Aufgaben widmen zu können“, so Matentzoglu. Ein weiterer Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit werden die Themen Salutogenese und Resilienz sein. „Mit dem Auf- und Ausbau von Angeboten für Salutogenese und Resilienz als erweiterte therapeutische Haltung sowie als Aspekt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements beschäftige ich mich bereits seit mehr als fünf Jahren“, erzählt er. „Dies möchte ich künftig intensivieren, wozu mir in den vergangen Monaten und Jahren schlichtweg die Zeit fehlte.“

Dr. Michael Plum

Mit Dr. Michael Plum hat die ViaNobis erneut einen Aachener an der Spitze des Fachkrankenhauses stehen. Zusammen mit der Pflegedirektorin Bettina Vieten und dem Kaufmännischen Direktor Martin Fuchs wird er künftig die Geschicke leiten.
Der fünfte von sechs Söhnen wuchs in Aachen-Eilendorf auf. Nach vier Semestern an der Universität Aachen und einem absolvierten Physikum legte er ein Urlaubssemester ein. Ziel war Brasilien, das seitdem sein favorisiertes Reiseziel ist. Während des weiteren Studiums wechselte er nach Köln und absolvierte einen Teil seines Praktischen Jahres in Rio. 1987 war Dr. Plum frisch gebackenes Mitglied der damaligen „Ärzteschwemme“, die ihn wieder zurück nach Aachen an die Uniklinik brachte.
Vier Jahre intensiven Lernens später war er Facharzt für Anästhesie. Mit einer gewissen Vorliebe für Veränderung wechselte er zum Luisenhospital in Aachen, um nach weiteren vier Jahren eine Projektstelle zur Einrichtung einer kommunalen Gesundheitskonferenz und zur euregionalen Zusammenarbeit im Gesundheitsamt der Stadt Aachen anzunehmen. Aus der Mitarbeit in der PSAG (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft) entwickelte er sein zunehmendes Interesse an Psychiatrie und Psychotherapie, was ihn dann 1999 zu seinem Wechsel an das Alexianer Krankenhaus Aachen führte. Eine Kombination „Facharzt für Anästhesie und Psychiatrie“ ist im deutschen Gesundheitswesen sicherlich einzigartig, zeigt aber, was für ein vielseitiger Arzt Dr. Plum ist.
2002 übernahm er dort die Funktion des Qualitätsmanagementbeauftragten, verbunden mit der Entwicklung des internen Medizin-Controllings. 2004 wurde er Facharzt, Oberarzt und leitete die KTQ-Erstzertifizierung, gefolgt vom Wechsel auf ISO im Jahr 2007. 2009 wurde er Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Allgemeinpsychiatrie. 

Mit dem Jahresbeginn 2015 wechselt Dr. Plum  in die ViaNobis. „Die Schwerpunkte meiner Arbeit werden in der Personalentwicklung und in der medizinischen Unternehmensentwicklung liegen. Die Werteorientierung für alle Mitarbeiter über alle Berufsgruppen hinweg in den vor uns liegenden Veränderungsprozessen weiterhin spürbar und erfahrbar zu erhalten, ist angesichts der von außen vorgegebenen, immer enger werdenden Rahmenbedingungen eine unverzichtbare Aufgabe“, sagt der neue Chefarzt. „Die sichere und zukunftsfähige Navigation im neuen Entgeltsystem wird viel Aufmerksamkeit erfordern, ebenso wie die Weiterentwicklung der Behandlungsangebote in Richtung weiterer Spezialisierungen und noch mehr Prävention und Resilienzstärkung.“



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