Delir: Erkennung – Behandlung – Prävention

20. April 2017

Gangelt. Eine Fachtagung der ViaNobis – Die Fachklinik

Prävention, frühzeitige Erkennung und zielgerechte Behandlung des Delirs vor allem bei älteren Menschen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Die demografische Entwicklung mit steigender Lebenserwartung bringt eine Zunahme der Risikofaktoren mit sich. Mehr und mehr Menschen werden älter. Noch vor wenigen mehr als 100 Jahren war die durchschnittliche Lebenserwartung kaum 40 Jahre. Heute ist es rund das Doppelte.

Bei einem Altersdelir kommt es zu einer akuten, häufig fluktuierenden Funktionsstörung des Gehirns. Kognitive Störungen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, aber auch psychomotorische Symptome wie erhebliche Unruhe oder aber auch Zustände mit reduzierter Motorik treten auf. Besonders häufig tritt das Delir im Kontext einer Krankenhausbehandlung auf. Die Ursachen für ein Delir sind jedoch vielfältig: Infektionen, Schmerzen, psychische und körperliche Belastungen zum Beispiel nach einer Operation können ebenso der Auslöser sein. Nicht zu vergessen sind aber auch Neben- bzw. Wechselwirkung bei der Einnahme verschiedener Medikamente, die so genannte Polypharmazie. Fast vier von zehn über 70-Jährigen nehmen mindestens fünf Medikamente ein.
Diese spezielle Form der Altersverwirrtheit kann darüber hinaus eine Demenz zur Folge haben oder eine bereits bestehende beschleunigen. Die Folge ist eine erhöhte Morbidität, die oftmals einen stationären Krankenhausaufenthalt unumgänglich macht beziehungsweise mit einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit einhergeht.

Mit ihrer Fachtagung zum Thema Delirmanagement möchte die Fachklinik der Katharina Kasper ViaNobis GmbH in Gangelt Expertinnen und Experten aus dem Bereich Medizin und Pflege, Erkenntnisse und Erfahrungen  aus psychiatrisch-neurologischer Sicht, aus pharmakologischer Sicht und aus perioperativer-altersmedizinscher Sicht geben. Hierbei werden Fragen zur frühzeitigen Erkennung, Vermeidung, Vorbeugung und Behandlung beantwortet, aber auch Fragen zu Wechselwirkung von Medikamenten und/oder deren Risiko zur Delirauslösung.
Nicht zuletzt ist Ziel des Veranstalters, Ärzten, Betreuungs- und Pflegepersonal einen Einblick zu geben, wie ein bedarfsgerechter Umgang mit Betroffenen noch weiter verbessert werden kann.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Interessierte melden sich bitte bei Oliver Katterbach per E-Mail: o.katterbach@remove-this.vianobis.de bis 28. April 2017 an.

 

Mit 188 Betten hat die Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Katharina Kasper ViaNobis GmbH den Versorgungsauftrag für den Kreis Heinsberg. Das Behandlungsspektrum umfasst alle psychiatrischen Erkrankungen Erwachsener ab 18 Jahren in den Bereichen Allgemeinpsychiatrie, Suchttherapie und Gerontopsychiatrie. Sie versorgt im Jahr über 1800 Patienten stationär, über 3000 Patienten ambulant und über 500 Patienten teilstationär.

Der Anteil der über 65-jährigen Patienten beträgt 16%. Hiervon werden 25% mit einer organisch bedingten Störung wie Demenz und einem begleitendem Delir aufgenommen und behandelt.

Zur Fachklinik gehören sieben Klinik-Stationen, ein Soteria-Haus, zwei allgemeinpsychiatrische Tageskliniken und eine gerontopsychiatrische Tagesklinik sowie eine Psychiatrische Institutsambulanz und ein Gerontopsychiatrisches Zentrum.

 

BU: v.l.n.r. Dr. Michael Plum, Chefarzt und Ärztlicher Direktor, Ehrenfried Geng, Oberarzt Gerontopsychiatrie


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