Neuer Chefarzt für Gastroenterologie im St. Marienkrankenhaus Frankfurt

13. Mai 2015

Ausbau der fachübergreifenden Viszeralmedizin

Frankfurt. „Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Bora Akoglu einen ausgewiesenen Gastroenterologen für die Medizinische Klinik im St. Marienkrankenhaus gewonnen zu haben“, begrüßt Ute Knoop, Geschäftsführerin der Katharina Kasper ViaSalus, den neuen Mediziner im Nordend. „Herr Dr. Akoglu hat uns nicht nur mit seiner ärztlichen Qualifikation als Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie überzeugt, sondern auch durch seine umfangreiche Erfahrung in den Bereichen der Zentralen Notaufnahme und der Personalführung“, fasst Prof. Dr. Joachim Bargon, Ärztlicher Direktor des St. Marienkrankenhauses und des St. Elisabethen-Krankenhauses in Frankfurt, die Entscheidungsfindung zusammen.

Dr. Bora Akoglu hat zum 1. Mai seine Tätigkeit als neuer Chefarzt der Inneren Medizin im St. Marienkrankenhaus aufgenommen. Der gebürtige Darmstädter und überzeugte Wahlfrankfurter absolvierte nach der Schulausbildung, am Seminar Marienhöhe in Darmstadt, sein Studium der Humanmedizin an der Frankfurter Universitätsklinik und an der Oregon Health & Science University (OHSU). Rund acht Jahre arbeitete er anschließend als wissenschaftlicher Angestellter, unter Professor Dr. Caspary und Professor Dr. Zeuzem, in der Medizinischen Klinik I der Frankfurter Universitätsklinik. In dieser Zeit komplettierte Dr. Akoglu seine Facharztweiterbildung zum Gastroenterologen. Danach wechselte der heute 42-Jährige zur Asklepios Klinik in Langen, wo er als Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik II unter Priv.-Doz. Dr. Faust arbeitete. Dort leitete er neben der Endoskopie auch die Sonographie, Pneumologie/Infektiologie sowie die Zentrale Notaufnahme, die als eine der größten Notaufnahmen im Rhein Main Gebiet gilt. Allein in der Endoskopie führte er mehrere tausend Untersuchungen bzw. Behandlungen an Gallengangsystem, Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre, Leber und den diversen Abschnitten des Verdauungstraktes durch, einschließlich verschiedener Organpunktionen und Sonographien. Spezielle Erfahrung sammelte Dr. Akoglu über fünf Jahre in der universitären Sprechstunde für Hepatologie und Transplantationsmedizin.

Berufspolitisch ist Dr. Akoglu in der Kommission für medizinische Klassifikation und Gesundheitsökonomie bei der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) aktiv. Darüber hinaus ist er Gutachter für internationale Journals und hält Vorlesungen an der Universitätsklinik Frankfurt.

Da Dr. Akoglu neben seiner Muttersprache Deutsch, fließend Englisch und, aufgrund seiner familiären Herkunft, Türkisch spricht, war er über einige Jahre ehrenamtlich als Übersetzer in der Kommission für Lebendspenden an der örtlichen Ärztekammer im Einsatz. Zu seinen Hobbys zählt neben Ski-Alpin und Biking die Restauration von Oldtimern und Kochen.

„Mit Herrn Dr. Akoglu haben wir einen weiteren wesentlichen Baustein zur Entwicklung der komplexen Viszeralmedizin gewonnen“, erläutert Prof. Dr. Bargon. „Gemeinsam mit unserem Chefarzt für Viszeralchirurgie, Herrn Dr. Buia, verfügen wir über ein sehr erfahrenes und eingespieltes Leitungsteam für die Medizin des Bauchraums: Bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenblase und Gallengänge zählen zu den in Europa am häufigsten auftretenden Tumorerkrankungen. Dabei spielt die frühzeitige Erkennung und Behandlung eine sehr große Rolle. Auch Bauchschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Chronische Entzündungen des Darms oder auch Tumore können dafür verantwortlich sein. Die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten erstrecken sich über eine sogenannte interventionelle Endoskopie durch den Gastroenterologen bis hin zu einer Operation durch den Chirurgen. Um dies im Sinne des Patienten schnell und effektiv zu klären, bedarf es eines abgestimmten Teams. Ferner bestehen in unserer modern ausgestatteten und interdisziplinären Intensivmedizin alle Möglichkeiten der künstlichen Beatmung und der Dialyse.“

„Die Entscheidung für das St. Marienkrankenhaus und das St. Elisabethen-Krankenhaus ist mir nicht wirklich schwer gefallen. Die traditionsreichen christlich geprägten Standorte der Katharina Kasper-Kliniken im Frankfurter Nordend und Bockenheim, die interdisziplinäre Zusammenarbeit, eine hervorragende Perspektive unserer Trägerschaft zusammen mit hochqualifizierten Kollegen aller Disziplinen haben mich nachhaltig überzeugt“, beschreibt Dr. Akoglu. „Am St. Marienkrankenhaus habe ich exzellent ausgebildete und engagierte Kolleginnen und Kollegen vorgefunden. Anerkennend habe ich feststellen dürfen, dass meine Vorgänger eine hervorragende Arbeit geleistet und mir hinterlassen haben. Meine Ziele sind eine fürsorgliche Viszeralmedizin der kurzen Wege im Schulterschluss mit meinem chirurgischen Chefarztkollegen, Dr. Alexander Buia. Dass wir fachlich zusammenpassen und hervorragend zusammenarbeiten können, haben wir schon an unserem ehemaligen Standort beweisen dürfen. Zur Komplettierung des viszeralmedizinischen und onkologischen Behandlungsspektrums bietet Dr. Klaus Eberlein eine hochmoderne und überregional anerkannte Strahlentherapie an. Die Klinik für Pneumologie unseres Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Bargon, ist ein national anerkanntes und zertifiziertes Lungenzentrum. Diese Verbindung ist nahezu einzigartig und wird hervorragend durch die Hals-Nasen-Ohren- und Frauenklinik ergänzt. Die moderne Röntgenabteilung von Dr. Georg Grosser, mit CT, MRT, Nuklearmedizin und Angiographie, ebnet uns den Weg der radiologischen Diagnostik und Therapie. Wir können als Team für unsere Patientinnen und Patienten wie auch für unsere zuweisenden Kolleginnen und Kollegen als ein vielseitiges Präzisionswerkzeug eingesetzt werden, quasi wie ein Schweizer Messer, allerdings aus Frankfurt.“

Zum Bild: Dr. med. Bora Akoglu hat zum 1. Mai als neuer Chefarzt die Leitung der Inneren Medizin im St. Marienkrankenhaus Frankfurt übernommen. Zu seinen Schwerpunkten zählt die Gastroenterologie.



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