Kinder, Eltern und Mitarbeiter des KinderReichs Kaldenkirchen bei Aktionstag aktiv

20. März 2024

Kaldenkirchen. Kinder und Eltern der Kindertagesstätte KinderReich in Kaldenkirchen waren vergangene Woche zusammen mit ihren Erzieherinnen, Erziehern und Kita-Leiterin Yvonne Verwijst für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kindertagesstätten unterwegs.

Anlässlich des Aktionstages „NRW bleib sozial!“ machten sie gemeinsam mit der DRK InKita und Kita Purzelbaum bei einem Protestspaziergang durch Kaldenkirchen mit selbstgemalten Plakaten auf die derzeitige Misere in den sozialen Berufen aufmerksam: zu große Gruppen und zu wenig Erzieherinnen und Erzieher.

Viele Köpfe drehten sich beim Anblick so vieler Kinder, die im Regen spazieren gingen, um. „Das Wetter passte zu unserem Gefühl und Anliegen“, sagt Yvonne Verwijst. „Die Politik lässt uns im Regen stehen!“ Ihre Kollegin Christiane Inderhees, Kita-Verbundleitung bei der ViaNobis, zu der das KinderReich Kaldenkirchen gehört, ergänzt: „Eine unzureichende Finanzierung und akute Personalnot führen viele Kindertageseinrichtungen an die Grenzen der Belastbarkeit. Durch den Inflationsausgleich und die tariflichen Erhöhungen der Personalkosten ist die Finanzierung durch das Land nicht mehr ausreichend. Auf diese Missstände haben wir bereits im Herbst des vergangenen Jahres aufmerksam gemacht, unter anderem durch eine Kundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag. Aber der Druck – nicht nur auf das Kita-Personal und die Kita-Träger – steigt stetig weiter. Auch Eltern können ihren eigenen Verpflichtungen im Alltag teilweise nicht mehr verlässlich nachkommen und sind unzufrieden, weil die Betreuungsverträge in manchen Fällen nicht eingehalten werden können und ihre Arbeitgeber den Druck erhöhen.“ Dieser Zustand sei so nicht länger tragbar.

Mit der Stärkung des Bildungsauftrags durch die Förderung der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung verfolge die Landesregierung das Ziel, die Bildungschancen und die Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder zu verbessern. Hierfür müssten jedoch entsprechende Rahmenbedingungen vorhanden sein, was aktuell nicht der Fall sei.
 


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